Apartmenthaus Fröhlichgasse
Nach der Auflösung des Jesuitenordens gelangte Unterliesing zunächst an den Fürsten von Starhemberg und wurde schließlich vom bei Kaiser Joseph XI. hochangesehenen Probst des Dorotheerstiftes erworben. Knapp zehn Jahre später wurde das bis dahin in der heutigen Fröhlichgasse (Ecke Karl-Sarg-Gasse) gelegene Gemeindehaus, das zu dieser Zeit auch das Gemeindegasthaus beherbergte, in die heutige Breitenfurter Straße verlegt.
Ab Ende des 18. Jahrhunderts beginnt sich ein tief greifender struktureller Wandel in Liesing abzuzeichnen; die ersten Ansätze industrieller Produktion im Ort werden registriert. Gefördert wurden speziell handwerkliche Betriebe.
Entstanden am Fuß des Steinmaßls (heutige Breitenfurter Straße zwischen Dirmhirngasse und Brauerei) eine Reihe neuer Häuser, siedelten sich entlang des Liesingbachs Fabriken an. Die erste war die Haidemühle in Unterliesing, eine Spinnfabrik. Fabriken zur Erzeugung von Zündhölzern, Seifen und Glycerin folgten und last, but not least, auch die Liesinger Brauerei, deren erstes Bier im März 1839 ausgeschenkt wurde.
Heute ist man im Begriff, die einstige Regulierung des Liesingbachs, beginnend etwa ab der Wiener Stadtgrenze bis zu seiner Mündung in die Schwechat, teilweise zurückzubauen, Flussfauna wieder anzusiedeln und eine Verbesserung der Wasserqualität herzustellen.

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